Martin Müller geht als Kandidat der SPD bei der Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Otterberg im kommenden Juni ins Rennen. Mit großer Mehrheit nominierte der SPD-Gemeindeverband den 46-jährigen Oberamtsrat, der zurzeit in Mainz bei der Landesregierung im Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz in der Abteilung Wasserwirtschaft beschäftigt ist.
Bei der mit fast 50 Teilnehmern sehr gut besuchten Versammlung erhielt Müller von den 31 stimmberechtigten Delegierten aus Niederkirchen, Otterberg und Schallodenbach/Heiligenmoschel 27 Ja-Stimmen. Zwei Delegierte stimmten mit „Nein“ und zwei enthielten sich der Stimme. Damit erreichte Martin Müller ein Ergebnis von 87 %.
Zuvor hatte er in seiner engagierten Rede seine Ziele für die Verbandsgemeinde skizziert: Vor allem die Unterstützung der Ortsgemeinden und die Verbesserung ihrer finanziellen Spielräume liege ihm am Herzen. Dazu zähle auch, dass die Ortsgemeinden ihre Angebote hinsichtlich der Kinderbetreuung, wie beispielsweise über Ganztagsangebote in den Kindertagesstätten, erweitern können. Gleichzeitig solle der Schulstandort Otterberg, etwa über die Einführung einer offenen Ganztagsschule für die Grundschule, gestärkt werden, wobei die Grundschulen in den Ortsgemeinden erhalten bleiben müssen. Müller thematisierte auch die Wirtschaftsförderung: „Wir müssen ansässigen Betrieben die Chance bieten, sich in unserer Verbandsgemeinde weiterzuentwickeln.“ Auch seien bezahlbare Gewerbeflächen für die Neuansiedlung von Firmen bereitzustellen. Darüber hinaus müsse die Grundversorgung in den Ortsgemeinden erhalten bzw. entwickelt werden.
Im weiteren Verlauf der Delegiertenversammlung wurden fünf Kandidaten für die Kreistagsliste vorgeschlagen. Thomas Müller aus Otterberg führt das Quintett an, gefolgt von Thomas Cornelius aus Niederkirchen, Matthias Bäcker aus Otterberg, Klaus Rott aus Niederkirchen sowie Michael Müller-Broschart aus Otterberg. Über die Kreistagsliste wird am 28. November bei der Kreisdelegiertenkonferenz in Hochspeyer entschieden.
Bild: (v. l.) Thomas Wansch, MdL, Martin Müller, Gemeindeverbandsvorsitzender Michael Müller-Broschart und Landratskandidatin Karin Decker bei der Delegiertenversammlung
Am 3. Oktober hatte der SPD-Gemeindeverband Otterberg wie schon im Vorjahr zu einem Grillfest auf den Grafenthalerhof eingeladen. Trotz des wechselhaften Wetters fanden sich rund 100 Gäste überwiegend aus Otterberg und Otterbach auf dem Gelände ein, darunter der Bundestagsabgeordnete Gustav Herzog, der Landtagsabgeordnete Thomas Wansch sowie die Landratskandidatin Karin Decker und der Ehrenbürger der Stadt Otterberg Karl Bernhardt. Weiterhin begrüßte Michael Müller-Broschart in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Gemeindeverbandes die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Sabine Bach, das Kreistagmitglied Thomas Müller und den Juso-Vorsitzenden Michael Fritz.
Gustav Herzog und Thomas Wansch gaben in ihren Reden Einblick in ihre politische Arbeit in Berlin und Mainz; Karin Decker stellte sich als Kandidatin für die Landratswahl im kommenden Jahr vor. Gustav Herzog blickte noch einmal auf seine Tour durch den Wahlkreis zurück, bei der er in mehr als 100 Terminen Gespräche mit den Menschen vor Ort suchte. Besonders hob er seinen Besuch in der Verbandsgemeinde Otterberg hervor, der ihn unter anderem an die IGS Otterberg und die Ideal Automotive GmbH geführt hatte. Thomas Wansch berichtete über seine Arbeit im Landtag und betonte die familienfreundliche Landespolitik, die Kindern bereits ab dem Kindergarten gute Bildung zugänglich macht. Karin Decker schließlich versprach mit ihrem Engagement frischen Wind in die Kreispolitik zu bringen, denn eine gewisse politische Unbefangenheit könne dem Kreis nur gut tun.
Nach Beendigung der Redebeiträge bedankte sich Michael Müller-Broschart bei den Ortsvereinen Otterberg, Niederkirchen und Schallodenbach, die gemeinsam die Organisation des Grillfestes übernommen hatten. Abschließend wies er auf das Schaftskopfturnier am 1. November im Sportlerheim in Schallodenbach und den Hobbykünstlermarkt der ASF am 2. November in der Otterberger Stadthalle hin.
Bild: (v. l.) Karin Decker, Thomas Wansch, Mdl, Gustav Herzog, MdB, Michael Müller-Broschart und Martin Müller beim Grillfest des SPD-Gemeindeverbandes
(Stadt- und Landkurier vom 9.10.2008)
30 Nordic Walker – und solche, die es werden wollen – fanden sich am vergangenen Sonntag auf Einladung des SPD-Gemeindeverbands Otterberg vor der Westpfalzhalle in Niederkirchen ein, um die neu angelegten Nordic-Walking-Strecken in und um Niederkirchen kennenzulernen. Die Streckenlänge konnte jeder Wanderer selbst wählen, doch die meisten Teilnehmer entschieden sich für die mittlere und die lange Distanz von 7,2 km beziehungsweise 14 km. Bevor die Wanderwilligen zur Tat schreiten konnten, gab Brigitte Scheidel von der Turnabteilung des Gesangvereins „Lyra“ vom Drehenthalerhof eine kurze Einführung zum richtigen Führen der Walking-Stöcke und zur korrekten Laufbewegung. Besonders die Haltung der Stöcke bereitete so manchem zunächst noch Schwierigkeiten. Es folgte eine kurze Aufwärmphase, denn angesichts der kühlen Temperaturen mussten Muskeln gelockert und der Puls angeregt werden. Der Puls war auch das Thema bei einer ersten Pause, die einem kurzen Anstieg folgte. Es sei nicht sinnvoll, eine halbe Stunde lang mit einem hohen Puls zu trainieren, sondern wesentlich effektiver für die Fettverbrennung, eine oder anderthalb Stunden im Optimalbereich zu laufen, erklärte Brigitte Scheidel den Teilnehmern. Um seinen individuellen optimalen Trainingspuls zu ermitteln, ziehe man von 200 das Lebensalter ab und ziehe von diesem Wert wiederum ein Drittel ab. Da hieß es rechnen und von einer Pulsuhr träumen …
Bild: Brigitte Scheidel (5. v. r.) gibt Tipps zum Nordic Walking
(Stadt- und Landkurier vom 17.04.2008)
Der SPD-Gemeindeverband Otterberg hat einen neuen Vorsitzenden: Michael Müller-Broschart wurde auf der Delegiertenversammlung am 11. Mai einstimmig für die nächsten zwei Jahre gewählt. Er löst damit den bisherigen Vorsitzenden Klaus Rott ab, der künftig kürzer treten möchte. Als Stellvertreter wurden Marco Schuster und Martin Müller gewählt. Kassenwartin bleibt Nicole Hörhammer. Schriftführerin ist Antje Müller, Pressewartin Martina Stein. Michael Fritz, Fred Wolf und Gabi Maué wurden als Beisitzer gewählt. Geborene Vorstandsmitglieder sind die Ortsvereinsvorsitzenden Erika Brand, Peter Keller und Martin Welle. Die Kassenprüfung erfolgt künftig durch Gabi Michel und Joachim Donner. In seinem Abschlussbericht beklagte der scheidende Vorsitzende Klaus Rott die negativen Auswirkungen, die die Bundespolitik auf die Stimmung vor Ort habe. Es sei nicht hinnehmbar, dass hart arbeitende Bürger von ihrem Lohn nicht leben können, sich aber gleichzeitig Topmanager die Taschen mit hohen Abfindungen voll machten. Auch würden ehemals staatliche Unternehmen wie die jetzige Telekom im Zuge der Privatisierung immer mehr Arbeitsplätze abbauen, was nicht hinzunehmen sei. Gastredner Thomas Wansch bekräftigte, dass die Bundes-SPD in Sachen Erbschaftssteuer den richtigen Weg gehe, indem beispielsweise das nicht vererbte Eigenheim, sondern lediglich millionenschwere Vermögen besteuert werden sollen. Auch die Forderung nach Mindestlöhnen sei hier richtig. In Anspielung auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer sagte er, dass in einer Koalition bisweilen Kompromisse eingegangen werden müssten, um eigene – wichtige – Ziele umsetzen zu können. So habe die Bundes-SPD durch das Zugeständnis bei der Mehrwertsteuer ihre Vorstellungen von betrieblicher Mitbestimmung, Kündigungsschutz und Tarifautonomie durchsetzen können. Das sei dem Bürger auf der Straße aber nicht leicht zu vermitteln, wodurch die Unzufriedenheit verständlich sei. Der neue Vorsitzende Michael Müller-Broschart bedankte sich für das einstimmige Votum und wertete dies als ein positives Signal für seine kommenden Aufgaben. Die sieht er vor allen Dingen darin, die Ortsvereine in der Verbandsgemeinde zu stärken und gemeinsame Aktionen umzusetzen.
Bild: (v. l.) Fred Wolf, Martin Welle, Martin Müller, Marco Schuster, Erika Brand, Michael Müller-Broschart, Nicole Hörhammer, Michael Fritz, Antje MÜller, Martina Stein, Hans-Peter Keller
(Stadt- und Landkurier vom 17.5.2007)